2021 02 18 Work Life Blending

„Nur noch kurz die Welt retten, noch 148 Mails checken …“

Und das ist fast immer und von überall möglich. Die digitalen Technologien lassen die Arbeitszeit und unsere Freizeit immer stärker verschmelzen. Wer im Homeoffice oder remote arbeitet, kennt das bestens. Aber auch nach der Arbeit im Büro, ist das Business-Handy greifbar.

Ich selbst lebe Work-Life-Blending seit mehr als 20 Jahren. Das Ineinandergreifen von Arbeit und Freizeit hat Vorteile. Diese selbstbestimmte Einteilung habe ich zu schätzen gelernt, als meine beiden Töchter noch kleiner waren. Es erfordert jedoch auch einen hohen Grad an Selbstorganisation. Wichtig ist auch zu einer bestimmten Zeit, den „Schalter umzulegen“ und dann tatsächlich die eigenen Batterien wieder aufzuladen, sich freie Zeit zu gönnen.

Überhaupt definiert Work-Life-Blending Arbeitszeit um. Was zählt ist nicht die Zeit, in der wir arbeiten, sondern die Aufgaben, die wir während unserer Arbeit erledigen. Gerade Wissensarbeit und Kreativität sind nicht nach der Uhr abrufbar.

Diese Verschmelzung birgt jedoch auch Risiken: Der Grad zwischen Selbstbestimmung und Selbstausbeutung ist sehr schmal.

Deshalb: Die Zeit, um meine Akkus aufzuladen, ist eine wertvolle Zeit für mich, um dann wieder energiegeladen weiterzuarbeiten.